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Wie alles begann...

Schon als Kind interessierte ich mich für Kunst und ich nahm immer wieder an den Raiffeisenwettbewerben mit Erfolg teil. Während meiner Gymnasialzeit hatte ich mit dem damaligen Kunstlehrer Josef Freilinger einen hervorragenden Kunsterzieher zur Hand, der mich für die Kunst begeisterte.

 

Ende der 1990er Jahre konnte ich Werke von Straßkirchner Künstlerinnen und Künstler im Rahmen eines damals sehr beliebten Kunstfensters im Straubinger Rathaus (Zerstörung durch Brand: 2016) ausstellen. Das Kunstfenster war ein Angebot der Straubinger Künstlergemeinschaft (GBK). Anstatt in einer geschlossenen Räumlichkeit hingen die Werke der Künstler in einem Schaufenster in der Simon-Höller-Straße und konnten so von der Bevölkerung gleichsam „24/7“ betrachtet werden.

Diese Art von Kunstfenster konnte ich in Straßkirchen im Schaufenster der örtlichen Sparkasse in unregelmäßigen Abständen bis heute fortführen. 

Als ich 2002 in den Gemeinderat gewählt und Jugendbeauftragter der Gemeinde wurde war es mir wichtig, die Kunst auch für Kinder und Jugendliche erfahrbar zu machen. Daher suchte ich Kontakt zu örtlichen Künstlern und zur Schule mit dem Ziel, dass Künstler in der Schule mit den Schülerinnen und Schülern Kunstprojekte durchführen. Die ersten Aktivitäten erfolgten damals mit der Künstlerin Linda Schwarz. Sie verstand es in hervorragender Weise, die Kinder zu motivieren.

Diese Kooperation zwischen Künstlergemeinschaft und Schule besteht bis heute. Und mittlerweile ist die Straßkirchner Schule sogar Kunst- und Kulturschule. Unter Einbindung von Fördermitteln aus dem Bereich der "Integrierten Ländlichen Entwicklung im Gäuboden" konnte ich mehrfach Kunstaktivitäten auch mit den beiden örtlichen Kindergarteneinrichtungen St. Martin und St. Elisabeth, sowie der Kinderkrippe St. Martin, realisieren. Hier war mehrfach der niederbayerische Verbandsvorsitzende des "Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK)", Hubert Huber, zu Gast und konnte die Kunstprojekte mitgestalten.

Im Rahmen von Kunstausstellungen wurden auch mehrere Jugendkunstwettbewerbe veranstaltet, um die Jugend  zum kreativen Gestalten anzuregen. 

Aufgrund meiner langjährigen Freundschaft mit dem Straßkirchner akademischen Maler und Künstler Friedrich Tschischke (geb. 1918 - gest. 2006) konnte ich bereits 2005 eine große Kunstausstellung im Straßkirchner Pfarrheim organisieren. Es folgten weitere Ausstellungen, u. a. in 2018, 2024 und 2026.

Seit Jahrzehnten gibt es in Straßkirchen die Tradition des Adventfenstergehens, die im Laufe der Jahre leider abhanden kam. Diese Tradition konnte ich in meiner Zeit als Bürgermeister mit großer Unterstützung durch die Künstlergemeinschaft wiederbeleben.

Neben den Jugendkunstaktivitäten, den Kunstausstellungen und den Schulprojekten bereicherten auch Weihnachtskrippenausstellungen im Pfarrheim St. Stephanus den Jahresverlauf.

 

Die Straßkirchner Künstlergemeinschaft führt nun mittlerweile seit 25 Jahren vielfältigste Aktivitäten durch. Neben den alle zwei Jahre organisierten Straßkirchner Kunstausstellungen (u. a. in der örtlichen Schulaula, Schambacher Schlosspark, Pfarrheim St. Stephanus, Ratssaal, Ratsfoyer) waren gerade die Kunstfenster in der örtlichen Sparkasse eine Bereicherung für die Kunstszene.

 

Die aktiven und überregional bekannten Straßkirchner Künstlerinnen und Künstler, u. a. auch Künstlerpersönlichkeiten wie Friedrich Tschischke und seine Ehefrau Erna Tschischke (die 2022 verstarb), waren von den Anfangstagen an die prägenden Figuren und gaben der Vereinigung durch ihr Renommee ein großes Gewicht. Es konnten sogar Ausstellungen mit der fränkischen Künstlergemeinschaft durchgeführt werden. Als Festredner waren immer hochrangige Referenten u. a. H. H. Bischof Rudolf Voderholzer, Generalvikar Josef Ederer, Kunstminister Bernd Sibler, Prof. Dr. Julia Lehner (ehem. Kulturbürgermeisterin in Nürnberg), BBK-Vorstand Klaus von Gaffron und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich zu Gast.

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